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Ausbildungsberuf im Handwerk

Das Foto zeigt die Hände eines Zahntechnikers oder eine Zahntechnikerin, bei der Bearbeitung eines Zahnes und der Anpassung der Zahnfarbe

Zahntechniker/in (m/w/d)

Berufsfeld: Gesundheit / Medizin und Reha-Technik

Tätigkeit

  1. Herstellung festsitzenden Zahnersatz wie Zahnkronen, Brücken und Implantate oder herausnehmbaren Zahnersatz (Teil- und Vollprothesen) in Handarbeit
  2. Zum Beispiel: Abformungen ein Modell aus Gips oder Kunststoff zur anschließenden Modellierung der Brücke (z.B. im Gussverfahren ein Brückengerüst) herzustellen
  3. Herstellung von Zahnersatz mit Prothesenkunststoffen
  4. Teilverblendung mit zahnfarbenen Keramikmassen
  5. Verwendung von Metallen wie Titan und Feingold
  6. Erstellen kieferorthopädischer Geräte zur Zahnregulierung (Spangen)
  7. Reinigung bzw. Reparatur von Zahnersatz sowie zahn- und kieferregulierenden Geräten

Ausbildung

  • Anerkannter Ausbildungsberuf im Handwerk
  • Duale Ausbildung
  • 3,5 Jahre

Die Ausbildung im Beruf Zahntechniker/in wurde am 01.08.2022 modernisiert und sowohl inhaltlich als auch strukturell angepasst. Neue Technologien, Verfahren oder Werkstoffe in der Zahntechnik und die zunehmende Digitalisierung machten eine Neuordnung der Ausbildung erforderlich. In der neuen Ausbildungsordnung finden die Gebiete Implantologie, Zahnersatz und Prothetik sowie auch neue Verfahren und geänderte Werkstoffe verstärkt Berücksichtigung.

Digitalisierung

Die fortschreitende Digitalisierung der Arbeits- und Berufswelt eröffnet für Zahntechniker/innen ggf. die Chance, sich mit folgenden Technologien, Verfahren oder Systemen zu befassen:

  1. 3-D-Druck
  2. 3-D-Laserscanning
  3. 3-D-Simulation
  4. Automatisierte Bestandskontrolle
  5. Collaborative Robots – Cobots
  6. Digitales Dokumentenmanagement – DMS
  7. Intelligente Implantate und Prothesen

Branchen

  1. zahntechnische Labors
  2. Labors von Zahnarztpraxen
  3. Zahnkliniken

Fähigkeiten/Interessen

  1. Gut durchschnittliches allgemeines intellektuelles Leistungsvermögen
  2. Gut durchschnittliches figural-räumliches
  3. Beobachtungsgenauigkeit
  4. Fingergeschick
  5. Handgeschick
  6. Auge-Hand-Koordination
  7. Handwerkliches Geschick
  8. Technisches
  9. Rechenfertigkeiten
  10. Verständnis für mündliche Äußerungen
  11. Textverständnis
  12. Interesse an praktisch-konkreten Tätigkeiten
  13. Interesse an theoretisch-abstrakten Tätigkeiten
  14. Interesse an organisatorisch-prüfenden Tätigkeiten

 Verdienstmöglichkeiten

Es liegen keine tarifvertraglichen Informationen vor.

Zusatzqualifikationen

Während der Ausbildung Zusatzqualifikationen erwerben (z.B. als Betriebsassistent/in im Handwerk oder im Bereich Europäisches Waren- und Wirtschaftsrecht durch die Zusatzqualifikation „Europaassistent/in“)

Weiterbildung

  1. Aufstiegsweiterbildung: Möglichkeit, in Führungspositionen zu gelangen (z.B. durch die Prüfung als Zahntechnikermeister/in)
  2. Ein Studium eröffnet weitere Berufs- und Karrierechancen (z.B. durch einen Hochschulabschluss im Studienfach Zahnmedizin)
  3. Unter bestimmten Voraussetzungen ist auch ohne schulische Hochschulzugangsberechtigung ein Studium möglich

Selbstständigkeit

Nach einer bestandenen Meisterprüfung besteht die Möglichkeit, sich in die Handwerksrolle eintragen zu lassen. Damit kann man sich mit einem eigenen Betrieb des Zahntechnikerhandwerks selbstständig machen. In diesem Bereich ist auch eine Selbstständigkeit als Franchisenehmer möglich.

 

Quellen:

https://web.arbeitsagentur.de/berufenet/berufsfelder

https://web.arbeitsagentur.de/berufenet/beruf/2622

https://web.arbeitsagentur.de/berufenet/beruf/2622#zugangAnforderungen_persoenlicheAnforderungen_faehigkeitenFertigkeitenKenntnisse

https://web.arbeitsagentur.de/berufenet/beruf/2622#taetigkeit_arbeitsumfeld_typischeBranchen

https://web.arbeitsagentur.de/berufenet/beruf/2622#arbeitsmarkt_verdienst_verdienst

https://web.arbeitsagentur.de/berufenet/beruf/2622#berufsperspektiven_beruflicheQualifizierung_jobfuturomat

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