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Anlagen in deiner Bewerbung

Anlagen in deiner Bewerbung

Diese Unterlagen solltest du beifügen

Wenn du eine Bewerbung schreibst, gehören auch Anlagen, wie Zeugnisse, Zertifikate und Bescheinigungen dazu. Welche Anlagen du auf jeden Fall beifügen solltest und welche optional sind, erklären wir dir in nachfolgendem Artikel.

Warum gehören Anlagen in die Bewerbung?

Die Anlagen sind neben deinem Anschreiben und Lebenslauf ein essentieller Bestandteil deiner vollständigen Bewerbung – anders als bei einer Kurzbewerbung, da solltest du die Anlagen weglassen. Sie belegen neutral deine Qualifikationen und deine Berufserfahrung durch Dritte. Du solltest sie immer mit Bedacht auswählen und auf das Anforderungsprofil der angestrebten Stelle abstimmen. Eine kluge Auswahl und die richtige Strukturierung können deine Chancen auf Erfolg deutlich erhöhen, denn sie zeigen dem Personalmanager, ob du die entsprechenden Qualifizierungen für den Job mitbringst.

Folgende Dokumente kommen als Anlage in Betracht

Es ist wichtig zu klären, welche Dokumente überhaupt in deine Bewerbung gehören. Du solltest nicht jedes verfügbare Dokument hinzufügen, denn Qualität ist wichtiger als Quantität. Deine Auswahl sollte sich auf die Relevanz der Anlagen für die angestrebte Position konzentrieren und deine Kompetenzen unterstreichen. Zertifikate und Qualifizierungsnachweise sollten nur dann beigefügt werden, wenn sie direkt mit dem angestrebten Beruf in Verbindung stehen. Dein höchster Bildungsabschluss muss jedoch immer beigelegt werden. In Bezug auf Arbeitszeugnisse sollten die Anlagen die letzten fünf bis zehn Jahre deiner beruflichen Laufbahn abdecken und in einem antichronologischen Format angeordnet sein.

Natürlich hängen die Anlagen davon ab, wie viel Berufserfahrung du hast. Wenn du ein Berufseinsteiger bist, wirst du noch nicht so viele Referenzen haben wie eine Person, die schon seit zehn Jahren im Job ist. Wenn du wenig Berufserfahrung hast, dann kannst du auf jeden Fall deine letzten Schulzeugnisse, Praktika und Nebenjobs mit angeben. Wenn du viel Berufserfahrung hast und dementsprechend viele Referenzen, solltest du auf jeden Fall eine Auswahl treffen und nur die relevantesten und neuesten Dokumente beifügen. Schulzeugnisse werden hier eher unwichtig, füge dann lieber dein Diplom oder höheren Bildungsabschluss bei. Hier eine kleine Liste von möglichen Dokumenten:

  •  (Schul-)Abschlusszeugnis (oder Hochschulabschluss/Diplom)
  • Praktikumszeugnisse/-nachweise
  • Ausbildungsnachweise
  •  Arbeitszeugnisse
  • Teilnahmebescheinigungen zu Fortbildungen und Seminaren
  • Zertifikate (meist IT- und Sprachkurse)
  • Empfehlungsschreiben und Referenzen
  • Projektlisten/Portfolio (meist üblich in der Kreativbranche)
  • Eventuell Kopien des Führerscheins (wenn verlangt)
  •  Führungszeugnis (wenn verlangt)

Wie ordne ich die Anlagen?

Bei einer schriftlichen Bewerbung heftest du sie am besten nach der Chronologie des Lebenslaufs in die Bewerbungsmappe. Bei einem modernen Lebenslauf bedeutet das antichronologisch. Ob du ein Anlagenverzeichnis hinzufügen möchtest, liegt bei dir, aber der Trend geht in Richtung »schlanke« Bewerbungen. Eine mögliche Aufführung der Anlagen kannst du auch auf dem Deckblatt machen. Die Kennzeichnung wäre dann schlicht „Zeugnisse und Zertifikate“.
Wenn du deine Bewerbung per E-Mail versendest, solltest du die Bewerbungen, sowie Anlagen in ein Dokument zusammenfassen. Natürlich auch mit einer sinnvollen Benennung, wie „Max-Mustermann_Bewerbung_als_xxx“.

Eine Faustregel für die Ordnung ist: Anschreiben, Lebenslauf, Relevante (Arbeits-)Zeugnisse oder Zertifikate und zum Schluss Arbeitsproben oder Projektlisten.

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