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Bewerbungs-Dokumente

Das Bewerbungsgespräch

Vorbereitet und doch authentisch auftreten

Wenn du mit deiner Bewerbung überzeugt hast, steht das Bewerbungsgespräch als nächster Schritt an. Dabei wollen dich Personaler, bzw. Personalentscheider, besser kennenlernen. Genau deshalb ist es auch wichtig, dass du dich authentisch gibst und nicht aufgesetzt und falsch daherkommst. Denn es soll festgestellt werden, ob du neben deinen fachlichen Kenntnissen auch menschlich ins Team passt.

Dein Auftreten: So überzeugst du im Bewerbungsgespräch

Natürlich ist es wichtig, dass du dich authentisch gibst. Trotzdem solltest du gepflegt auftreten und vielleicht ein wenig mehr Zeit in dein Outfit investieren. Flecken, Löcher und zerzauste Haare kommen nicht gut an. Du musst aber auch nicht zwangsläufig einen Anzug tragen. Informiere dich vorab, welcher Dresscode in der entsprechenden Branche gängig ist oder wie locker das jeweilige Unternehmen damit umgeht. Gerade in der Kreativbranche muss es nicht so konservativ sein.

Sei unbedingt pünktlich zu deinem Termin. Denn nichts wirkt unseriöser, als zu einem solchen Gespräch zu spät zu kommen. Plane lieber einen große Zeitpuffer ein. Recherchiere vorab die Anfahrtsstrecke und überlege genau wie du am besten zum Standort kommst. Solltest du auf den öffentlichen Nahverkehr angewiesen sein, behalte unbedingt die Pläne im Auge, um Ausfälle und Verspätungen frühzeitig zu erfahren.

Informiere dich über das Unternehmen

Vielleicht müssen noch ein paar Kleinigkeiten bezüglich deiner Kenntnisse und Fähigkeiten geklärt werden, hauptsächlich geht es aber um deine Persönlichkeit und deine Motivation für den Job. Deshalb solltest du dich auch auf entsprechende Fragen vorbereiten und Interesse zeigen. Das zeigt noch einmal mehr, dass du dich mit dem Unternehmen und dem Job beschäftigt hast. Wirf dazu einen Blick auf die Webseite, die Social-Media-Kanäle und Portale wie LinkedIn.

Beispielfragen und was du antworten solltest

Jedes Bewerbungsgespräch ist individuell. Manchmal arbeiten Personaler zwar einen Fragenkatalog ab, doch welche Fragen genau gestellt werden, kannst du vorab nicht wissen. Genauso gut kann es sein, dass das Gespräch in einer ganz lockeren Atmosphäre stattfindet. Mit diesen Beispielfragen kannst du dich aber zumindest ein wenig vorbereiten:

1. Warum willst du ausgerechnet in diesem Unternehmen arbeiten?

Hier kannst du mit deinem recherchierten Wissen glänzen. Sprich die positiven Vorzüge des Unternehmens an. Vielleicht siehst du sehr viel Potenzial für deine Entwicklung, weil es besondere Weiterbildungen gibt. Oder dir gefällt das innovative Arbeiten dieses speziellen Unternehmens? Informiere dich vorab und du wirst eine Antwort wissen.

2. Was sind deine persönlichen Stärken und Schwächen?

Diese Frage löst bei vielen Bewerbern schon vorab Panik aus. Wichtig ist, dass du auch hier wieder authentisch und ehrlich bleibst. Selbstreflexion ist gefragt. Vermeide die allseits beliebte Antwort, dass deine Schwäche dein Perfektionismus ist. Das haben Personaler schon viel zu oft gehört. Stattdessen nutze ein reales Problem, zeige aber direkt Lösungsansätze auf. Beispiel: „Ich schiebe unliebsame Aufgaben gerne mal auf, deshalb habe ich mir angewöhnt engere Deadlines zu setzen. So erledige ich meine Arbeit trotzdem immer pünktlich.“

3. Warum möchtest du einen neuen Job anfangen und den vorherigen Arbeitgeber verlassen?

Es kommt nicht gut an, wenn du über deinen vorherigen Arbeitgeber herziehst. Plaudere bloß nicht aus dem Nähkästchen. Stattdessen solltest du diplomatisch an die Frage herangehen. Beispielsweise kannst du anbringen, dass die beruflichen Vorstellungen doch zu weit auseinandergingen oder du dich weiterentwickeln möchtest und das Potenzial dafür eher beim neuen Arbeitgeber siehst.

4. Welche Erfahrungen bringst du mit?

Hier kannst du ruhig alles Relevante anbringen. Vielleicht auch Punkte, die es nicht in den Lebenslauf geschafft haben. Hast du vielleicht schon früher privat mit einer wichtigen Software gearbeitet und könntest dich schnell wieder reinfuchsen? Oder hast du entscheidende Skills für den Job in einem Ehrenamt erlernt?

5. Hast du noch Fragen an das Unternehmen?

Du solltest unbedingt eigene Fragen mit in das Gespräch bringen. Du kannst dich über die Unternehmenskultur, Weiterbildungen oder auch den Führungsstil des Chefs erkundigen. Frag auch ruhig, was genau vom idealen Kandidaten für diese Stelle erwartet wird und wie Erfolg für die jeweilige Stelle definiert wird.

Jobdidop-Tipp

Grundsätzlich gilt, dass du dich nicht verstellen solltest. Bleib du selbst und antworte ehrlich, wenn auch überlegt, auf die Fragen. Und vermeide das Wort „man“, denn damit distanzierst du dich von deinen eigenen Worten. Sattdessen solltest du immer von dir und deinen Erfahrungen sprechen und „ich“ benutzen.

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