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Lebenslauf / Sprachkenntnisse

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Sprachkenntnisse im Lebenslauf angeben

Jobdidop erklärt, wie’s geht

Im Laufe des Lebens eignet man sich viele Kenntnisse und Fähigkeiten an, die aber längst nicht alle im Lebenslauf Erwähnung finden sollten. Für viele Bewerber ist es daher nicht einfach zu entscheiden, welche genannt und wie diese erläutert werden sollten.

Grundsätzlich gilt immer, dass nur die Informationen aufgenommen werden sollten, die für die jeweilige Stelle relevant und von Nutzen sind – diesen Nutzen sollte man auch aufzeigen. Besonders gut ist es natürlich, wenn Kenntnisse und Fähigkeiten mit Zertifikaten, Urkunden und Fortbildungsbelegen belegt werden können. Andernfalls müssen die Qualifikationen spezifiziert werden, wofür es gewisse Regeln gibt.

Fremdsprachenkenntnisse im Lebenslauf angeben

Selbsteinschätzung

In der Regel werden für die Selbsteinschätzung von Fremdsprachenkenntnissen folgende Umschreibungen genutzt. (Die besseren Kenntnisse werden zuerst aufgeführt):

  • Grundkenntnisse/Schulkenntnisse (Beherrschen der wichtigsten Grammatikregeln, über einen Grundwortschatz verfügen und einfachen Konversationen folgen)
  • Gute Kenntnisse/konversationssicher Sich an einer Unterhaltung beteiligen können, Texte in der entsprechenden Fremdsprache verstehen (etwa in einer Zeitung), im Schriftverkehr jedoch noch deutliche Lücken haben
  • Sehr gute Kenntnisse/fließend in Wort und Schrift Zum Großteil fehlerfrei sprechen, sich auch über komplexe Themen flüssig unterhalten können und anspruchsvolle Texte verstehen
  • Verhandlungssicher in Wort und Schrift Fast Muttersprache-Niveau, über einen umfassenden Wortschatz auf dem Level eines gebildeten Muttersprachlers verfügen, Unterhaltungen überwiegend fehlerfrei, selbst in hitzigen Diskussionen sprachlich fehlerfrei, gängige Redewendungen beherrschen
  • Muttersprache Diese Spezifikation darf nur genutzt werden, wenn du die Sprache bereits in der Kindheit erlernst hast oder bereits in der Kindheit im Ausland gelebt hast, egal wie gut deine Kenntnisse ansonsten sind.

Abschlusszertifikate

Leichter vergleichbar und mit Abschlusszertifikat belegbar ist die Einstufung gemäß des „Gemeinsamen europäischen Referenzrahmens für Sprachen“ (GER).

Nach dieser Übereinkunft lässt sich das Fremdsprachenvermögen in sechs Stufen unterteilen, beginnend mit der niedrigsten Stufe:

  • A1: Anfänger mit rudimentären Sprachkenntnissen. Alltägliche Ausdrücke können in ganz einfachen Sätzen gesprochen und verstanden werden. Sie können sich beispielsweise mit Namen vorstellen.
  • A2: Grundlegende Anfängerkenntnisse. Häufig gebrauchte Sätze werden verstanden, einfache Sätze zum unmittelbaren Lebensumfeld gesprochen (etwa über die Familie, Einkaufen, Arbeit).
  • B1: Fortgeschrittene Sprachverwendung. Sie können die Hauptpunkte verstehen, wenn klare Standardsprache verwendet wird. Die meisten Situationen können bewältigt werden, denen man etwa auf Reisen im Sprachgebiet begegnet.
  • B2: Selbstständige Sprachverwendung. Auf dieser Sprachstufe können Hauptinhalte komplexer Texte verstanden werden, im eigenen Spezialgebiet auch Fachdiskussionen. Sie können sich fließend und mühelos verständigen, auch mit Muttersprachlern.
  • C1: Fachkundige Sprachkenntnisse. Sie drücken sich spontan und fließend aus, ohne besonders oft nach Worten suchen zu müssen. Zu komplexen Themen können Sie sich strukturiert und ausführlich äußern. Auch anspruchsvolle Texte und ihre implizite Bedeutung werden verstanden.
  • C2: Annähernd muttersprachliche Kenntnisse. Auf diesem Level können Sie nahezu alles, was Sie lesen oder hören, mühelos verstehen. Sie sprechen auch spontan fließend, drücken sich präzise aus und können komplexe Sachverhalte wiedergeben.

    Sprachkurse an Universitäten oder Volkshochschulen werden in der Regel mit einem entsprechenden Nachweis innerhalb dieses Referenzrahmens abgeschlossen.

    Zusätzlich dürfen praktische Erfahrungen mit der Sprache angemerkt werden.

    Meistens fordern nur Arbeitgeber mit starkem Auslandsbezug ein entsprechendes Zertifikat. Dies wird dann in der Stellenanzeige explizit erwähnt. Für die allermeisten Arbeitnehmer sind diese aber nicht nötig.

weitere infos

In unseren JOBDIDOP-Bewerbungs-Tipps findest du noch weitere Infos zu dem Thema:

  • Computerkenntnisse angeben

Bewerbungs-Tipps