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Service-Thema

Das Foto zeigt eine Schülerin mit Kopfhörern , die ihr um den Hals hängen, die sich auf ihre Zukunft freut

Nach der Schule

Welche Optionen hast du eigentlich?

Du bist mit der Schule fertig und hast endlich deinen Abschluss, weißt aber noch nicht, was du machen möchtest?
Es gibt sehr viele Möglichkeiten, die man nach dem Schulabschluss hat – vom Studium, über Ausbildung, bis hin zu einem »Gap Year«. Aber bei 20.000 Studiengängen, 350 Ausbildungsberufen und so vielen verschiedenen Gap Year Optionen, weiß man oft gar nicht, wonach man überhaupt schauen soll.

  • Studium
  • Duales Studium
  • Ausbildung und weitere Ausbildungswege
  • Praktikum
  • Au-Pair
  • Work and Travel
  • Berufsvorbereitende Maßnahmen
  • Bundesfreiwilligendienst
  • Freiwilliges Ökologisches Jahr
  • Freiwilliges Soziales Jahr
  • Internationaler Jugendfreiwilligendienst
  • Sprachreise

Studium

… Ähnlich, wie in der Schule, liegt der Fokus eher auf theoretischen Unterricht als auf Praxis. Du steigst tief in das Thema ein, für das du dich entschieden hast und eignest dir umfangreiches Wissen an.

Meistens wird auf den Bachelor hingearbeitet, das dauert in der Regel 3 bis 4 Jahre.

Hier kannst du wählen zwischen einem einzelnen Hauptfach (Ein-Fach-Bachelor) oder einer Fächerkombination (Zwei-Fach-Bachelor).

Neben dem Bachelor, kann man noch den Master (anschließend an den Bachelor, 1 bis 2 Jahre, danach darf man promovieren), Staatsexamen, ein Diplom und ein Lizenziat erreichen.

Diese Abschlussarten sind seit 2003 durch die Kultusministerkonferenz vorgegeben:

  • Bachelor of Arts (B.A.) / Master of Arts (M.A.)
    für Sprach- und Kulturwissenschaften, Sozialwissenschaften, Wirtschaftswissenschaften (je nach inhaltlicher Ausrichtung), Kunstwissenschaft, Sport und Sportwissenschaften, darstellende Kunst
  • Bachelor of Science (B.Sc.) / Master of Science (M.Sc.)
    für Naturwissenschaften, Wirtschaftswissenschaften (je nach inhaltlicher Ausrichtung), Agrar-, Forst- und Ernährungswissenschaften, Ingenieurswissenschaften, Medizin, Mathematik
  • Bachelor of Laws (LL.B.) / Master of Laws (LL.M.)
    für Rechtswissenschaften
  • Bachelor of Engineering (B.Eng.) / Master of Engineering (M.Eng.)
    für Ingenieurswissenschaften
  • Bachelor of Education (B.Ed.) / Master of Education (M.Ed.)
    für Lehramtsstudiengänge
  • Bachelor of Music (B.Mus.) / Master of Music (M.Mus.)
    für Musik (Instrumental)
  • Bachelor of Fine Arts (B.F.A.) / Master of Fine Arts (M.F.A.)
    für freie Kunst
    (vgl. Aubi-plus.de)

Während des Studiums brauchst man Disziplin und Eigenverantwortlichkeit. Du musst dir deine Zeit selbst einteilen und eigenständig lernen können. Anders als in der Schule herrscht keine Anwesenheitspflicht in den Vorlesungen und die Dozenten/Professoren erinnern dich nicht stätig an Hausarbeiten oder Arbeitsleistung.

Anders als bei einer Ausbildung, bekommst du kein Gehalt während des Studiums. Dafür fallen Semestergebühren, Studienkosten und Anschaffungskosten an.

Duales Studium

… Hier kannst du zum Beispiel gleichzeitig deinen Bachelor machen und einen Ausbildungstitel erlangen. Der Zeitaufwand ist aber auch höher. Die Studienfreie Zeit wird oft mit der Arbeit im Unternehmen und dem Lernen für Prüfungen verbracht.

Ähnlich wie bei einer dualen Ausbildung, verbringst du einen Teil deiner Zeit in einem Unternehmen und schnupperst schon einmal in den Berufsalltag rein und bekommst auch Gehalt.

Der Unterschied: du lernst den theoretischen Teil nicht an einer Berufsschule, sondern in einem Studium.

Diese Fachrichtungen sind möglich:

  • Informatik (210 Studiengänge)
  • Wirtschaftswissenschaften (580 Studiengänge)
  • Sozialwesen/Gesundheit/Pflege/Erziehung (173 Studiengänge)
  • Ingenieurwesen (595 Studiengänge
  •  Sonstiges (104 Studiengänge)

Schnupperstudium

Wenn du dir noch nicht sicher bist, ob der gewählte Studiengang der Richtige für dich ist, hast du die Möglichkeit ein Schnupperstudium zu machen.

Hier kannst du ein Semester lang probeweise studieren und ohne Leistungsnachweise bringen zu müssen schauen, ob du die richtige Wahl getroffen hast.

Ausbildung und weitere Ausbildungswege

… Hier lernst du die Grundlagen des Berufes in einem Unternehmen.
Während du ausgebildet wirst, bekommst du schon Gehalt, in der Regel dauert die Ausbildung 3 Jahre.

Diese Ausbildungswege gibt es:

  • Schulische Ausbildung
  • Duale Ausbildung
  • Doppelt qualifizierende Ausbildung
  • Ausbildung an der Berufsakademie
  • Beamtenausbildung im mittleren Dienstrang
  • Einjährige Ausbildung

Weitere Infos

Wenn du mehr über die einzelnen Ausbildungen erfahren möchtest, lies gerne unseren Artikel „Ausbildungswege“

https://jobdidop.de/service-themen/ausbildungswege/

Gap Year

Ein Jahr Auszeit nach der Schule, das klingt gut. Jedoch solltest du dich in diesem Jahr nicht nur ausruhen, sondern dir auch Gedanken über deine berufliche Zukunft machen. In diesem Jahr solltest du dich mit deinen Interessen beschäftigen, dich ausprobieren und natürlich Abenteuer erleben.

Vorsicht: nicht vergessen, dass du Ausgaben haben wirst, die ohne einen Job oder Ausbildungsgehalt finanziert werden müssen.

Hier ein paar Möglichkeiten dein Gap Year zu gestalten:

1. Praktikum und das Praktikumsjahr

… und dich auf die Arbeitswelt vorzubereiten. Ein Praktikum kann unterschiedlich lang sein – von 2 Wochen (meist Schülerpraktika) bis hin zu 12 Monaten, ist alles möglich.

Für manche Studiengänge oder Ausbildungen ist ein Praktikum sogar Pflicht.

Ein Praktikum ist eine gute Option, Erfahrungen zu sammeln und sich Orientierung zu verschaffen. Manche Praktika werden bezahlt, manche wiederum nicht, das ist Betriebsabhängig und hängt von der Dauer und der Art des Praktikums ab.

Du lernst aber in jedem Fall den Arbeitsalltag, Betriebsabläufe und den Beruf näher kennen.

Du möchtest in deinem Gap Year nicht nur einen Beruf kennenlernen, sondern so viele verschiedene wie möglich?

Dann ist das Praktikumsjahr die richtige Option für dich. Hier kannst du in einem Jahr bis zu 6 Berufe kennenlernen und du bekommst ein Taschengeld von mindestens 250 € im Monat. Die komplette Organisation läuft über die Online-Plattform vom Praktikumsjahr.

Wenn du dieses Praktikumsjahr nutzt, um die Wartezeit bis zum nächsten Ausbildungsstart zu überbrücken, kannst du es als Einstiegsqualifizierung (EQ) nutzen.

Während der Einstiegsqualifizierung besuchst du, wie bei der Ausbildung, auch die Berufsschule und lernst die theoretischen Inhalte gleich mit. Wenn du danach eine Ausbildung in einem ähnlichen Beruf startest, kannst du die Dauer deiner EQ nutzen, um deine Ausbildung zu verkürzen.

2. Au-Pair

… und kostengünstig in einem anderen Land zu wohnen? Dann ist ein Au-Pair-Jahr das Richtige für dich.

Als Au-Pair lebst du in einer Gastfamilie und kümmerst dich um die Kinder und übernimmst leichte Hausarbeit. Wie eine Nanny, nur dass du dort wohnst.

Die Gastfamilie kümmert sich um deine Verpflegung und zahlt dir ein wöchentliches Taschengeld.

Die beliebtesten Länder um ein Au-Pair-Jahr zu machen sind die USA. Wenn du nicht so weit von der Familie weg möchtest, dein Englisch aber trotzdem aufbessern möchtest, ist auch das Vereinigte Königreich sehr beliebt.

Familien, die ein Au-Pair suchen, sind auch sehr häufig in Frankreich, Australien, Chile, Neuseeland oder Norwegen vertreten.

Es gibt Agenturen, die Gastfamilien vermitteln. Diese kosten dich aber eine Gebühr.

Wenn du selbst auf die Suche gehen willst und die Gebühr sparen möchtest, ist aupairworld.com die bessere Option. (Anni aus unserer Redaktion hat die Plattform genutzt und positive Erfahrungen gemacht.)

Bevor du dich für eine Familie entscheidest, kannst du sie immer kennenlernen – meist geschieht dies über einen Video-Call. In mehreren Gesprächen schaut ihr, ob ihr zueinander passt und macht euch ein Bild voneinander. Hier kannst du schon direkt Fragen stellen, die dir wichtig sind.

Du kannst aber leider nicht mal eben so als Au-Pair anfangen. Es gibt ein Paar Voraussetzungen, die du erfüllen musst.

Wenn du minderjährig bist, kannst du dich zwar schon anfangen zu bewerben, du darfst das Abenteuer aber erst mit 18 Jahren antreten. Du brauchst wenigstens Grundsprachkenntnisse aus dem Zielgebiet, da du dich mit den Kindern verständigen musst und ihnen eventuell auch bei Hausaufgaben helfen musst.

Viele Familien möchten gerne Nachweise über Erfahrungen mit Kindern (Babysitting, Praktikum im Kindergarten, Ausbildung etc.) sehen und verlangen einen Führerschein, da du die Kinder gegebenenfalls von der Schule abholen oder zu Freizeitaktivitäten bringen musst.

Einen Schulabschluss, gute Zeugnisse oder Arbeitszeugnisse (falls vorhanden) und ein polizeiliches Führungszeugnis sind bei vielen Familien auch einzureichen.

Ganz wichtig ist ein EU-Pass oder eine unbefristete Aufenthaltsgenehmigung – sonst gibt’s Probleme bei der Einreise oder mit Versicherungen.

Bei EU-Ländern ist dies einfacher, als wenn du nach Australien oder in die USA einreist.

Beim Au-Pair-Jahr bekommst du keine finanzielle Förderung vom Staat, da es sich, (nicht wie bei einer Sprachreise) um einen Bildungsaufenthalt handelt.

3. Work and Travel

… Gelegenheitsjobs für eine Unterkunft, Kost und ein kleines Taschengeld.

Die beliebtesten Ziele für Work and Travel sind Australien, Neuseeland und Kanada, aber auch die USA gehört dazu.

Hierbei lernst du zwar nicht die Berufswelt kennen, machst aber oft körperliche Arbeit, zum Beispiel auf Bauernhöfen, und lernst, wie du deine Zeit, Geld und Ressourcen einplanst. Außerdem lernst du fremde Kulturen kennen und kannst dein Sprachwissen aufbessern.

Ähnlich wie beim Au-Pair musst du dich auch um ein Visum, Versicherungen und alle anderen Anforderungen des Ziellandes kümmern (das Auswärtige Amt (Link) hilft dabei).

Konkrete Planung ist gerade für den Start sehr wichtig. Lass dir auf jeden Fall für die Jobs einen Arbeitsvertrag geben, so bist du immer abgesichert.

Aubi-plus.de hat eine Checkliste zusammengestellt:

  • Auslandskrankenversicherung (verschiedene Work and Travel Versionen werden bereits angeboten)
  • Unfallversicherung
  • Haftpflichtversicherung
  • Working Holiday Visum
  • Flugtickets
  • ein großer und stabiler Rucksack
  • Kreditkarte
  • Bargeld in der Landeswährung
  • Schuhe für lange Strecken
  • Internationaler Führerschein
  • eine Liste mit deinen Notfallnummern

4. Berufsvorbereitende Maßnahmen (BvB)

… Qualifikationen für deine Ausbildung? Dann nutze doch die Zeit mit berufsvorbereitenden Maßnahmen. So kannst du diese Zeit sinnvoll gestalten und dir zeitgleich den Einstieg in die Berufswelt erleichtern.

Wenn du schon weißt, in welchem Bereich du deine Ausbildung machen willst, kannst du deine BvB auch in diesem machen, sonst kannst du auch allgemeine Maßnahmen absolvieren.

Der Vorteil an den allgemeinen BvB: du kannst Berufe kennenlernen, die du vorher noch nicht kanntest. Ähnlich wie beim Jahrespraktikum, kannst du auch hier durch verschiedene Praktika herausfinden, welcher Beruf zu dir passt und Berufserfahrungen sammeln.

Dir wird Theorie und Praxis von Ausbildern, Lehrkräften und sogar Sozialpädagogen beigebracht und du bekommst eine bessere Einschätzung über deine Fähigkeiten und Grundkenntnisse. Auch deine Schwächen werden analysiert und du erhältst spezifisches, auf dich zugeschnittenes, Training.

Fällt dir der Bewerbungsprozess schwer, erhältst du zum Beispiel Bewerbungstraining. Du erlernst Grundkenntnisse in verschiedenen Berufsfeldern und die wichtigen Qualifikationen für die Ausbildungen werden dir angeeignet. In der Regel können die Maßnahmen bis zu 12 Monate dauern, aber auch auf bis zu 18 Monate verlängert werden.

Die BvB sind eine Initiative der Bundesagentur für Arbeit, die mit den Berufsschulen und den freien Bildungsträgern kooperieren. Daher sind diese Maßnahmen für dich kostenlos.

5. Bundesfreiwilligendienst

… Es gibt keine Altersgrenze – anders als beim Freiwilligen Sozialen Jahr, Freiwilligen Ökologischen Jahr oder Internationalen Jugendfreiwilligendienst – so können junge und alte Menschen sich ökologisch, sozial und kulturell engagieren.

Man muss lediglich seine Vollzeitschulpflicht erfüllt haben.

Der BFD wurde eingeführt, um die freien Plätze des fehlenden Zivildienstes zu füllen, die gerade im Bereich der sozialen Arbeit wichtig sind. Es wird eine gemeinwohlorientierte Einrichtung unterstützt.

Jüngere Menschen können so soziale und praktische Erfahrungen für den Berufseinstieg sammeln, Ältere können ihre Berufserfahrung mit einbringen.

Es gibt kein verpflichtendes Einstiegsdatum, meist startet der BFD aber im August oder September. In der Regel absolviert man den Dienst dann in 12 Monaten, man kann aber auch nach Absprache auf 6 Monate oder 18-24 Monate verlängern.

Ein BFD in Teilzeit ist auch möglich, man muss aber älter als 27 Jahre sein.

Deine Bewerbung sollte so früh wie möglich erfolgen, da die Plätze sehr beliebt sind.

Gerade für jüngere Menschen überschneiden sich die Angebote mit denen eines freiwilligen sozialen/ökologischen Jahres. Deine Arbeit wird mit maximal 390 € im Monat entlohnt, du wirst aber sozialversichert, Kindergeld wird weiter ausgezahlt und Unterkunft, Verpflegung und Berufskleidung werden dir von der Einsatzstelle zur Verfügung gestellt.

Mögliche Einsatzstellen:

  • Krankenhäuser
  • Einrichtungen für Menschen mit Behinderungen
  • Kinder- und Jugendhilfe
  • Sportvereine
  • Umwelt- und Tierschutzzentren
  • Kultur- und Denkmalpflege
  • Tages- und Begegnungsstätten

6. Freiwilliges soziales Jahr

… aber noch nicht sicher bist, ob es das richtige für dich ist, dann kannst du ihn in einem FSJ ausprobieren.

Die Vollschulzeitpflicht muss erfüllt sein.

Du hilfst in einer sozialen Einrichtung anderen Menschen und schnupperst gleichzeitig in das soziale Berufsfeld rein. Ziel ist es, jungen Menschen die Möglichkeit zu geben, ihr soziales Engagement zu stärken, Verantwortung zu übernehmen und Berufserfahrungen zu sammeln.

Das FSJ beginnt am 1. August oder 1.September und dauert normalerweise 12 Monate. Nach Absprache kann das FSJ auch 6-18 Monate dauern. Im Verlauf des Sozialen Jahres musst du an insgesamt 25 Bildungstagen/Seminaren teilnehmen.

Hochschulen oder Ausbildungsstätten erkennen es an du kannst es dir als Wartesemester anrechnen lassen.

Außerdem wird das FSJ gefördert. Die Einrichtungen, in denen du dein freiwilliges soziales Jahr absolvieren kannst, werden von der zuständigen Landesbehörde zugelassen und sorgen auch für deine pädagogische Begleitung während des Freiwilligendienstes.

Du bekommst zwar keinen Lohn, aber ein Taschengeld, pädagogische Unterstützung und eine kostenfreie Sozialversicherung stehen dir zu.

Mögliche Einsatzstellen:

  • Altenheime
  • Ambulanter Sozialdienst
  • Krankenhäuser
  • Rettungs- und Sanitätsdienste
  • Wohlfahrtsverbände, wie das Deutsche Rote Kreuz (DRK)
  • Kulturvereine
  • Kindergarten und Kindertagesstätten
  • Kulturzentren für Jugendliche

7. Freiwilliges ökologisches Jahr

… nur dass du deinen Freiwilligendienst in einer Einrichtung des Naturschutzes oder der Landwirtschaft verrichtest.

Auch hier musst du zwischen 16 und 26 Jahre alt sein und die Vollschulzeitpflicht erfüllt haben.

Du sammelst Erfahrungen, die dein Naturbewusstsein schärfen und dein Interesse an der Umwelt stärken. Für den Tierschutz oder die Landschaftspflege kannst du dich zum Beispiel einsetzen.

Das FÖJ beginnt auch am 1. August oder 1.September und dauert normalerweise 12 Monate. Nach Absprache kann auch das FÖJ auch 6-18 Monate dauern.

Der Förderverein Ökologische Freiwilligendienste e.V. ist der Dachverband der insgesamt über 50 Träger für ein FÖJ. Auf ihrer Website kannst du schauen, welche Träger für dich in Frage kommen und ob es welche in deiner Region gibt.

Auch hier kannst du dir ein Wartesemester anrechnen lassen.

Du bekommst zwar keinen Lohn, aber ein Taschengeld von ca. 300€ (Unterschiede bei den Einsatzstellen), Kindergeld und eine kostenfreie Sozialversicherung stehen dir zu.

Mögliche Einsatzstellen:

  • Umweltbildung, Umweltpolitik und Bauökologie
  • Tier-, Natur- und Umweltschutz
  • Ökologische Landwirtschaft und Tierpflege
  • Landschaftspflege und Forstwirtschaft
  • Artenerfassung und -kartierung

8. Internationaler Jugendfreiwilligendienst

… Auch der Internationale Jugendfreiwilligendienst (IJFD) gehört zu den Freiwilligendiensten, die vom Bundesamt für Familien und zivilgesellschaftliche Aufgaben (BAFzA) und dem Bundesamt für Familie, Frauen, Senioren und Jugend (BMFSFJ) verwaltet, gefördert und angeboten werden.

Über das DRK oder „World Unite“ kannst du nach Freiwilligenarbeit im Ausland schauen. Du bewirbst dich allerdings nicht im Ausland, sondern bei einem deutschen Träger, der dir auch bei Problemen als Anlaufstelle dient.

Du musst an einer bestimmten Anzahl von Seminaren teilnehmen, die teilweise vor und während deines Freiwilligendienstes stattfinden.

Die Rahmenbedingungen (wie Stardatum und Dauer, Lohn, Anforderungen, Versicherungen und Zertifizierung) sind die Gleichen wie beim FSJ und FÖJ. Beim IJFD sammelst du zusätzlich zu praktischen und sozialen Erfahrungen auch interkulturelle und gesellschaftspolitische Erfahrungen.

Mögliche Einsatzstellen:

  • Kinder- und Jugendhilfe
  • Arbeit mit alten, kranken und behinderten Menschen
  • Bildung
  • Naturschutz, Umweltbildung und Nachhaltigkeit
  • Kultur, Sport und Denkmalpflege
  • Friedens- und Versöhnungsarbeite
  • Demokratieförderung

9. Sprachreise

… in Sprachschulen/-kursen hast, dann ist eine Sprachreise das richtige für dich.

Du lernst zusätzlich zu der neuen Sprache auch noch das Land und die Kultur kennen. Du kannst aussuchen, in welches Land du reisen möchtest, dir stehen (so gut wie) alle Länder offen.

Warum nicht Französisch in Kanada oder Spanisch in Mittelamerika lernen?

Es kann zwischen Standard- und Intensivkursen gewählt werden. Wenn du schon sehr gute Kenntnisse in der Sprache hast, kannst du auch Business-Kurse machen.

Du meldest dich bei einer Sprachschule für die Kurse an, da gibt es ganz viel Auswahl im Internet zu.

Internationale Sprachschulen sind sehr gut untereinander vernetzt. Wenn du dich für eine schule entschieden hast, kannst du den Kurs wählen (Level, Dauer, Land, Altersgruppe).

In jedem Fall solltest du dich vorher gut informieren, dabei helfen dir auch Informationsveranstaltungen. Dort bekommst du Informationen zu Unterrichtsinhalten, Kosten und zu Finanzierungsoptionen (wie Stipendien), ob ein Visum benötigt wird, Gesundheitsanforderungen (wie Impfung) und zu anderen Einreisebestimmungen.

Deine Unterkunft und Anreise werden von der Sprachschule organisiert oder von dir selbst. Das kann von Sprachschule zu Sprachschule und dem gebuchten Kurs-Paket variieren.

Am Ende deiner Sprachreise musst du eine Prüfung absolvieren und du bekommst (wenn du bestanden hast) ein Zertifikat, welches deine erworbenen Sprachkenntnisse belegt.

Das macht sich sehr gut auf deinem Lebenslauf.

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